Für Angehörige

Sie wohnen in Graz. Ihre Mutter in Wien.

Die Betreuung ist organisiert, die Betreuerin ist freundlich, und trotzdem liegt da dieses Gefühl. Die Brosche, die nicht mehr in der Lade liegt. Das Bargeld, das schneller weniger wird. Oder einfach die Frage, ob heute alles in Ordnung war.

KI-generiertes Bild: Eine Frau um die fünfzig steht am Küchenfenster, das Telefon locker in der Hand, und blickt nachdenklich nach draußen.

Was Sie in der App sehen

  • Jeden Abend eine Zusammenfassung. Wie viele Ereignisse es gab, ob alle in die Betreuungszeiten fielen, ob eine geschützte Zone betroffen war. Keine Videos.
  • Hinweise, wenn etwas ungewöhnlich ist. Keine Bewegung im Wohnzimmer seit Stunden. Jemand nachts an der Eingangstür. Der Hub ohne Strom. Mit einem Standbild, damit Sie einordnen können.
  • Den Vorfall-Knopf. Wenn etwas fehlt, melden Sie es, wählen den Zeitraum und bekommen die Aufnahmen als Beweispaket.
  • Das Protokoll. Wer wann was geöffnet hat. Auch Sie selbst.

Was Sie nicht sehen

Kein Live-Bild, keine Aufnahmen zum Durchblättern, keine Gesichter, kein Ton. Das klingt zuerst nach weniger. Es ist der Grund, warum Ihre Eltern, die Betreuungskraft und das Gesetz damit einverstanden sein können.

Ein Schutzengel ist nicht da, um zuzusehen. Er ist da, damit im Ernstfall nicht Aussage gegen Aussage steht.

So sprechen Sie es an

Mit Ihren Eltern

Beginnen Sie bei der Sicherheit, nicht beim Verdacht. "Wenn du stürzt und niemand ist da, erfahre ich es sofort." Zeigen Sie, dass Schlafzimmer und Bad frei bleiben und niemand zusieht. Viele Eltern sind erleichtert, dass die Kinder beruhigt sind. Wenn Ihre Mutter nicht mehr selbst entscheiden kann, klären wir vorab, wer bevollmächtigt ist.

Mit der Betreuungskraft

Offen, vor der Installation, mit dem Infoblatt in ihrer Sprache. Sagen Sie, was stimmt: Die Kameras schützen auch sie. Fehlt einmal etwas, ist sie nicht automatisch die Verdächtige, sondern die Aufnahme zeigt, was war. Ihr Zimmer bleibt privat, es gibt keinen Ton, und sie kann jederzeit nachfragen, ob jemand Aufnahmen geöffnet hat.

Mit der Agentur

Informieren Sie die Vermittlungsagentur. Wir geben Ihnen ein kurzes Schreiben mit, das erklärt, was aufgezeichnet wird und was nicht. Die meisten Agenturen schätzen klare Regeln mehr als unausgesprochene Verdächtigungen.

KI-generiertes Bild: Drei Generationen beim Sonntagsessen am Küchentisch einer hellen Altbauwohnung: Großmutter, Tochter und Enkelin lachen zusammen.

Wenn etwas fehlt

  1. Sie melden den Vorfall in der App: was fehlt, seit wann es Ihnen aufgefallen ist.
  2. Sie wählen den Zeitraum. Nur dieser wird entsiegelt. Der Grund wird protokolliert.
  3. Sie sehen die Ereignisse in den geschützten Zonen aus diesem Zeitraum.
  4. Sie laden das Beweispaket: Aufnahmen, Zeitstempel, Prüfsummen, Protokoll.
  5. Die Betreuungskraft wird über die Entsiegelung informiert.

Mit dem Beweispaket können Sie zur Polizei gehen oder zu einem Anwalt. Es ist so aufgebaut, dass es dort etwas wert ist.

Checkliste für die Beratung

  • Wer wohnt in der Wohnung, und wann ist die Betreuungskraft da?
  • Wo liegen Wertsachen, Dokumente und Medikamente?
  • Gibt es Internet in der Wohnung? Wenn nein, kein Problem.
  • Wer in der Familie soll die App bekommen?
  • Können Ihre Eltern selbst zustimmen, oder gibt es eine Vollmacht?

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